TRADITIONELLE REZEPTE

Das Aroma traditioneller Rezepte in Wien

Genau ein Jahr nach der Veröffentlichung des Buches „Traditionelle Rezepte der serbischen Küche“, das vom serbischen Kulturforum organisiert und von der Botschaft der Republik Serbien in Wien gesponsert wurde, gab es eine Promotion dieses einzigartigen Kochbuchs in einem überfüllten Saal EGA Zentrum in Wien.

Nach der Ansprache des Gastgebers, des Präsidenten des serbischen Kulturforums Dragan Mišković, wurde die Promotion vom Botschafter der Republik Serbien in Wien S.E. Herr Nebojša Rodić eröffnet, der unter anderem sagte, dass unsere Küche eigenartig ist, weil wir darin die Einflüsse vieler anderer Küchen erkennen, aber unsere Authentizität dadurch ausdrücken, dass wir diese Lebensmittel auf eine bestimmte Weise zubereiten. Er lobte auch das Kochbuch selbst und vermittelte, dass es ihm Spaß machte, es zu lesen.

Im Anschluss an die Veranstaltung sprachen über das Kochbuch Professorin Dr. Sladjana Šobajić , ordentliche Professorin an der Fakultät für Pharmazie in Belgrad am Lehrstuhl für Bromatologie, diplomierte Ethnologin Branka Babić , Kuratorin und Ethnologin des Nationalmuseums in Zrenjanin und Autor des Buches, Miodrag Ilić.

Die Professorin Dr. Sladjana Šobajić erklärte, dass immer die Regel galt, dass Lebensmittel Arzneimittel und dass Arzneimittel Lebensmittel sein sollten. Diese Regel wurde vor allem in der traditionellen Hausmannskost in den alten Tagen zum Ausdruck gebracht. Sie wies darauf hin, dass solche Bücher uns immer daran erinnern, das Wichtigste nicht zu vergessen: dass die Gesundheit durch den Mund kommt.

Die Kuratorin und Ethnologin Branka Babić betonte die Bedeutung solcher Projekte und Bücher für die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Am Ende der Präsentation forderte sie den Autor des Buches auf, einige der altmodischen Gerichte durch das Zentrum für immaterielles Kulturerbe zu registrieren, um offiziell in das nationale Register des immateriellen Kulturerbes aufgenommen zu werden.

Der Autor des Buches, Miodrag Ilic, sprach über die Entstehung des Buches und die Bedeutung solcher Projekte für die Erhaltung der Tradition. Besonderes Augenmerk wurde auf den Multikulturalismus dieser Gebiete gelegt, ebenso wie auf die Tatsache, dass in der Antike in vielen Teilen Serbiens viele ähnliche Gerichte zu finden waren und dass niemand – Individuum oder Region – das Urheberrecht in irgendeiner Weise für die Zubereitung von Gerichten oder das Rezept selbst beanspruchte, aber Teil der einzigartigen Ernährungskultur und des gesamten immateriellen Kulturerbes der Republik Serbien ist.

Nach dem offiziellen Teil der Promotion konnten alle Anwesenden viele traditionelle Gerichte kosten, die nach den Rezepten des Buches „Traditionelle Rezepte der serbischen Küche“ zubereitet wurden. Meister des Kochhandwerks war diesmal der Chef des Master-Carving Dejan Ilić, der den Applaus aller Anwesenden für ihre Kreationen sammelte.

Auf der Speisekarte standen Spezialitäten: Mohnstrudel, Walnussstrudel, Blätterteig mit Schmalz, Apfelkuchen, Vasas Torte, Salat aus gebratenen Paprikas und Tomaten, Strudel mit Kartoffeln, Kohlstrudel, getrocknete Paprikas gefüllt mit Käse, Fleischbällchen („leskovački uštipak“), Ampferrouladen, Kaymak , Ajvar, frisches Brot („presna pogača“), Prinzessdonut und viele andere Spezialitäten.

Dass die Gäste nach allen Delikatessen nicht durstig bleiben, sorgte der Weinkeller Trilogija, die Weinperle von Šumadija, und der Inhaber, bzw. Chef-Sommelier Dragan Mijailović, gab allen Anwesenden Tipps zur Verbindung von traditionellem Essen und Wein.